Substantivgebirge und sprachliche Fertigteile

Es soll sich ja Einiges an den deutschen Hochschulen ändern, junge Wissenschaftler beiderlei Geschlechts werden angeregt, sich fortzubilden,  sie lernen den Umgang mit Techniken und Technik der Kommunikation, wie die Lehre und auch Vortragen und Schreiben verbessert werden können. Für Letzteres sind Pedro (Peter Gößwein) und ich zuständig, der nächste Kurs findet morgen, 17.1. von 9 - 17 Uhr statt, die Gruppe ist sehr heterogen. Ich hatte die Teilnehmer gebeten, mir Texte zu schicken und habe eine Liste mit den beliebtesten sprachlichen Krücken in Academia zusammengestellt. Dass die Sätze viel zu lang sind, mit vielen Einschüben, Nebensätzen, Relativsätzen, Klammern etc. weiss man spätestens, seit Mark Twain seine Scherze darüber zu Papier gebracht hat. Passivkonstruktionen, schräge Metaphern, Stilblüten, Redundanzen und Feigheit vor der klaren Aussage gehören offenbar zur deutschen Wissenschaft. Dank copy-paste sind viele andere Unsitten dazugekommen. Wir haben 14 Leute und einen ganzen Tag. Mal sehen, was sich machen lässt.

Date: 

17.01.2011 - 09:00

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