Zugfahrt

28 May

eine neun­stün­dige Zug­fahrt von Wien via Prag nach Ber­lin — ers­tens fährt der Zug lang­sam genug, dass man noch etwas sieht, zwei­tens ist die Land­schaft wun­der­schön und drit­tens konnte ich in Ruhe lesen. Das lag aller­dings auch daran, daß ich ein 1. Klasse-Ticket hatte. Nach­dem ich bei mei­nem ers­ten Ver­such mit JMG Le Clé­zio geschei­tert war, habe ich “Der Afri­ka­ner” sehr genos­sen. Weni­ger begeis­tert war ich von dem Heft der Serie ZEIT-Geschichte über die Auf­klä­rung, ich fands etwas banal, aber das liegt wohl daran, daß ich die Zeit (nicht DIE ZEIT) zu gut kenne.

Bei der Hin­fahrt und in Wien habe ich Peter L. Ber­gers Auto­bio­gra­phie: Im Mor­gen­licht er Erin­ne­rung gele­sen, das als Geschichte (gebo­ren in Wien, Emi­gra­tion nach Paläs­tina, von dort in die  USA, durch Mis­sio­nare in Haifa sehr reli­giös gewor­den) inter­es­sant ist, die Atmo­sphäre unter kon­ver­tier­ten Juden schil­dert, sprach­lich eher mager.

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