Frauenbeauftragte

Gestern fand in der Humboldt-Universität ein wissenschaftliches Colloquium zu Caroline von Humboldt statt. Einige Bekannte haben sich gewundert, wieso ich nicht teilgenommen habe. Nun, ich war nicht eingeladen. Nach Pfingsten hatte ich einen Anruf auf meinem AB, als ich zurückrief, sagte man mir, man habe mich nicht erreichen können und nun sei es zu spät. Was besonders hübsch ist, weil doch die veranstaltende Frauenbeauftragte, die für einen Preis mit dem Namen Caroline von Humboldt gekämpft hat, mich noch vor einem Jahr fragte, ob ich bei dieser Preisverleihung nicht dabei sein könnte. sie hatte durch mein Buch erfahren, daß  die Namensgeberin ihres Preises eine heftige Judenfeindin war. Ich wäre so eine ideale Weißwäscherin gewesen, hatte damals aber anderes zu tun. Ob das der Grund ist, daß ich "nicht erreichbar" war, weiß ich nicht, aber es bestätigt meine Vorurteile gegen diese Bürokratie im Namen der Frauenrechte.

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