Zugfahrt

eine neunstündige Zugfahrt von Wien via Prag nach Berlin - erstens fährt der Zug langsam genug, dass man noch etwas sieht, zweitens ist die Landschaft wunderschön und drittens konnte ich in Ruhe lesen. Das lag allerdings auch daran, daß ich ein 1. Klasse-Ticket hatte. Nachdem ich bei meinem ersten Versuch mit JMG Le Clézio gescheitert war, habe ich "Der Afrikaner" sehr genossen. Weniger begeistert war ich von dem Heft der Serie ZEIT-Geschichte über die Aufklärung, ich fands etwas banal, aber das liegt wohl daran, daß ich die Zeit (nicht DIE ZEIT) zu gut kenne. Bei der Hinfahrt und in Wien...

Leipzig war lustig

Veranstaltungsort: Horns Erben, das war einmal eine Firma oder Fabrik ... man geht in einer dunklen Gegend eine dunkle Treppe hinauf, an dunklen Türen vorbei und tritt in den Saal ein, in dem es eine kleine Bühne, sehr helle Scheinwerfer, ein paar Stuhlreihen und eine Bar gibt. Die Sessel für Moderatoren und Autoren (jaja, auch -innen, vielleicht gar Moderierende und Autierende?) sind so tief und weich, daß ich versinke. Rechts von mir setzt sich Claudia Albert aufrecht an die Kante - alles ist Erfahrung. Links sitzt Ulrich Schneider, es ist ein Gespräch. Die Stunde war erstaunlich schnell...

Grenzen der Hirnforschung

Das lange Wochenende nach Weihnachten habe ich u.a. genutzt, um Zeitungsberge abzuarbeiten. Da stiess ich in der dicken ZEIT auf das umfangreiche Dossier: "Wie kommt das Gute in die Welt?" Ausführlich wird gefragt, wieso sich Leute nicht so egoistisch verhalten, wie es die Forscher der letzten Jahrzehnte propagiert haben. Sieh mal an, es gibt also eine altruistische Hirnregion. Die Wissenschaftler sind um die ganze Welt gereist, um Beispiele für altruistisches Verhalten zu finden. Mir haben die historischen Beispiele gefehlt. Zum Beispiel sind Tausende Freiwillige aus unterschiedlichen...

gelesen: Peter Ackroyds Shakespeare-Biografie

zur Zeit bin ich in Berlin auf Urlaub. Das bedeutet, dass ich mir keinen Druck mache, viel im Schnee herumstapfe und die Ding etue, für die ich sonst keine Zeit habe. Ich geniesse den Schnee, schließlich bin ich in Österreich aufgewachsen. Und lese u.a. Peter Ackroyds Shakespeare-Biografie. Ein Genuss. Viele Vermutungen, vielleichts, könntes, aber so gekonnt, dass man den sich bewegenden Denkapparat spürt und die Spurensuche begleiten kann. *****

gelesen: Wassili Grossmann

da ich nun schon auf Seite 620 bin,kann ich das Buch sehr empfehlen. Vorsichtig und ohne vorschnelle Parallelen verknüpft der Autor die Geschehnisse in Stalingrad - auf deutscher und russischer Seite und das Lagerleben - in KZs und im Gulag. Abgesehen davon denke ich jeden Tag daran, dass wir nicht frieren, nicht hungern, keine Granaten einschlagen und ich keine Angst haben muss, abgeholt zu werden.

gelesen: Metternich - Staatsmann zwischen Restauration und Moderne

Von Wolfram Siemann ist seit längerem eine "große" neue Metternich-Biographie angekündigt (Beck-Verlag); der Erscheinungstermin wurde um zwei Jahre verschoben, als Vorkost ist ein kleines Büchlein erschienen: Metternich - Staatsmann zwischen Restauration und Moderne. Meine Kurzrezension dazu erscheint im Deutschlandradio Kultur.

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