gelesen: Wassili Grossmann

da ich nun schon auf Seite 620 bin,kann ich das Buch sehr empfehlen. Vorsichtig und ohne vorschnelle Parallelen verknüpft der Autor die Geschehnisse in Stalingrad - auf deutscher und russischer Seite und das Lagerleben - in KZs und im Gulag. Abgesehen davon denke ich jeden Tag daran, dass wir nicht frieren, nicht hungern, keine Granaten einschlagen und ich keine Angst haben muss, abgeholt zu werden.

gelesen: Metternich - Staatsmann zwischen Restauration und Moderne

Von Wolfram Siemann ist seit längerem eine "große" neue Metternich-Biographie angekündigt (Beck-Verlag); der Erscheinungstermin wurde um zwei Jahre verschoben, als Vorkost ist ein kleines Büchlein erschienen: Metternich - Staatsmann zwischen Restauration und Moderne. Meine Kurzrezension dazu erscheint im Deutschlandradio Kultur.

Lange Pause + Gelesenes

Mein Sohn und Administrator und Lehrer in Sachen Website sagt mir immer wieder, eine Website muss gepflegt werden, lange Pausen sind kontraproduktiv. Aber es ist so heiss. Also Lesefrüchte: Gustav Seibt, Goethe und Napoleon, eine historische Begegnung, hat mir grosses Vergnügen bereitet, Blick von schräg unten, Detailaufnahmen und ungewohnte Zusammenfügungen des literarischen und historischen Materials renovieren das Bild von Klassik und französischer Besetzung. **** In Wolfram Siemanns Metternich-Büchlein (Metternich. Staatsmann zwischen Restauration und Moderne) hat mich vorweg die...

Interkultur

Mark Terkessidis, Interkultur, es 2589, Berlin 2010, hab ich heute für dlr rezensiert, hatte nur wenig Platz. Es ist ja erfreulich, dass allmählich auch Nachkommen der Einwanderer aus Wirtschaftswunderzeiten sich in die Debatte um Integration/ Zusammenleben/gemeinsame Kultur einmischen. Schade dass er so wenig von früheren Modellen der Völkermischungen weiss. Ich lese gerade die Bücher von Karl-Markus Gauß, (Die Hundeesser von Svinia, Die versprengten Deutsc hen, Die sterbenden Europäer) - über Slowaken, Ungarn, Deutsche und Roma, über die seinerzeit in ukrainische und russische Gebiete...

Emanzipation - Freude, Freiheit, Kooperation statt Zickenkampf

Also gut, weil ich gesagt hab, wir sollten die Debatte neu führen und daraufhin gefragt wurde, was wir damals denn wollten, wenn es auch peinlich ist, zitiere ich mich. Aufsatztitel war "Unwissenschaftliche Betrachtungen eines weiblichen Monsters", Erscheinungsjahr 1969, nur zwei Sätze: "Frauenemanzipation? Das ist der falsche Ansatz, das lenkt vom Thema ab. Mir paßt die Rollenerwartung, die an die Frau gestellt wird, ganz und gar nicht, aber mir graut dabei doch ebenso vor dem Manns-bild, zu dem sie in Beziehun gesetzt wird. Seine "Stärke", sein Prestigekampf, Leistung, Heldenimage,...

Feminismus im Rückblick

Gestern fand ich in der Berliner Zeitung einen Artikel von Hannelore Schlaffer "Kinder sind jetzt schick. Droht der Rückfall in die alte Rolle? ...", ein Beitrag zu diesem Medienstreit um alte und neue Frauenrollen. In dem 5-Spalter steht der Satz: "Das ausschließliche Ziel der sich emanzipierenden Frau war die Teilnahme am beruflichen und öffentlichen Leben der Männer, und dabei konnte das Kind ... nichts sein als ein Hindernis" Interessant, Frau Schlaffer ist ungefähr so alt wie ich und hat offenbar in einer anderen Zeit gelebt. Es mag ja diese Frauen gegeben haben, die ausschließlich am...

sozialistische Sozialisation

Vor mir liegt der Text eines Liedes [ http://ingeb.org/Lieder/duhastja.html] , das wir in "unserer Jugend", in der Jungen Garde oder FÖJ (= österreichische Variante der FDJ) gesungen haben. Ich kam neulich mit einem DDR-sozialisierten Freund darauf zu sprechen, der mich ironisch mit dieser Überschrift trösten wollte. "Du hast ja ein Ziel vor den Augen, damit du in der Welt dich nicht irrst, damit du weißt, was du machen sollst, damit du einmal besser leben wirst ..." ich finde das fürchterlich, aber überlege, was daran so schrecklich ist. "... die Welt braucht dich, fröhliche Herzen,...

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