Wie ich lernte, wozu Schönheit gut ist

In Kanada, ich war erst kurz in der Canadian Imperial Bank of Commerce angestellt, wurde ich auf einen Kurs zur Weiterbildung geschickt. Es ging nicht, wie ich erwartet hatte, um Bankwesen oder Buchhaltung, sondern wir, der Nachwuchs, lauter junge Frauen, kamen in einen Kosmetiksalon. Uns wurde vorgeführt, wie man sich schminkt, kleidet, frisiert. Als ich sagte "I can't see, why I should do this, I think I am beautiful enough" war das ein grosser Skandal. "Ir you don't want to improve yourself, we can't help you".

Wie ich lernte, was liberal ist

Meine ersten journalistischen Sporen verdiente ich mir bei einer Wirtschaftszeitschrift. Mein Zahnarzt hatte mich an seinen Kunden vermittelt. Der war bekannt als konservativ, fand es aber lustig, so eine kleine Rote zu engagieren. Ich war eine Art Praktikantin, bekam aber auch (wenig) Geld und wurde zu den Pressekonferenzen geschickt, bei denen es was zu essen gab. Nach zwei Monaten durfte ich erstmals für einen eigenen Artikel recherchieren. Es ging um ausländische Studenten (so sagte mandamals und Frauen waren ohnehin nicht dabei). Man denke, das war Mitte der 1960er Jahre.

Die Wissenschaft, die Liebe und "meine" Humboldts

Date: 

19.01.2013 - 20:30
Am Samstag, 19. Januar, findet in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften der sogen. Salon Sophie charlotte mit sehr sehr vielen Veranstaltungen zum Thema Liebe, genauer gesagt: Die Wissenschaft und die Liebe, statt. Details http://www.bbaw.de/veranstaltungen/2013/januar/salon2013 . Und an einem der vielen Orte (Raum 226, 2. OG) spreche ich um 20.30 mit der Humboldt-Forscherin Ute tintemann über "Wilhelm und Caroline von Humboldt. Theorie und Praxis der offenen Zweierbeziehung", wobei ich für die Praxis zuständig bin.

LinkedIn - Hilfe, ich habe ein falsches knöpfchen gedrückt

Es ist ein Netzwerk, aber ist es auch ein soziales Netzwerk? Oder eine Maschine, die durch meine Mails rast und sich nicht stoppen lässt? Oder ist's ein sozialistisches Manöver, mit dem ein dienstbarer Geist unaufhaltsam all meine Kontakte eingemeindet, registriert und zuordnet wie weiland der Geheimdienst? Ja, ich habe einen Fehler gemacht: ich habe ein falsches Knöpfchen gedrückt. Seither bekomme ich jeden Tag Mails, nicht nur vom Netzwerk, das ließe sich abschalten, sondern von Freunden und Unfreunden, die mich fragen, was das denn soll, weil sie ständig Anfragen bekommen, ob sie meinem...

Henker - Rezensionen

Für Freunde, die es nachlesen wollen, auf Widerruf, weil ich nicht sicher bin, ob ich das darf, erbitte ggf. Belehrung, dann nehm ichs wieder raus: Edelgard Abendstein: Töten mit Gefühl Hazel Rosenstrauch, "Karl Huß, der empfindsame Henker. Eine böhmische Miniatur", Matthes & Seitz, 175 Seiten Karl Huß versuchte zeitlebens, seinem verfemten gesellschaftlichen Status zu entrinnen. Neben der Scharfrichterei verlegte er sich auf die Medizin. Hazel Rosenstrauch widmet dem "empfindsamen Henker" aus Eger eine rundum überzeugende Biografie. Der Titel ist gut gewählt. Jedenfalls sichert er einer...

Empfehlung: Enkel im Theater

In der Box des Deutschen Theaters sah ich "Hans Schleif. Eine Spurensuche". Es gibt von Charlotte Salomon das Buch mit dem Titel "Leben oder Theater". Hier geht es um Matthias Neukirchs Versuch, das Leben seines Grossvaters im Theater zu rekonstruieren - oder sollte ich sagen "zu bewältigen"? Bei all meiner Skepsis - dies scheint mir eine neue Qualität, nicht zufällig von einem Enkel. Weder Betroffenheitskitsch noch Schuldgefühle, sondern eine so rationale wie emotionale Auseinandersetzung, er sucht, will wissen, trägt Informationen zusammen und stellt Fragen. Es gibt nur wenige Plätze, man...

Wiener Kongress

Demnächst jährt sich der Wiener Kongress zum 200. Mal. Da ich in der Zeit zu Hause bin und sowohl Varnhagen wie Humboldt und nicht zuletzt Metternich - drei Menschen, mit denen ich mich ziemlich intensiv beschäftigt habe - dabei waren, bin ich der Meinung, es würde sich lohnen, dieses Ereignis neu anzuschauen. Ein Schritt auf dem Weg dahin ist mein Artikel in "recherche", Nr. 2/2012 s. http://www.recherche-online.net/hazel-rosenstrauch.html

Meine Dankesrede

und weil ich auch darum mehrfach gebeten wurde hier auch meine Dankesrede anlässlich der Preisverleihung: Sehr geehrte Madame Ministre, sehr geehrte Männer und Frauen … leider bin ich hier nicht heimisch genug um alle Anwesenden namentlich begrüßen zu können, aber ich bedanke mich herzlich bei der Jury, die mich auserkoren hat, also bei Angelika Klammer, Walter Famler und Ernst Strouhal, bei Antonio Fian und den Musikern, bei den Organisatoren dieser Feier, die mir meine vielen Nachfragen hoffentlich verzeihen, bei den Freunden, die nur meinetwegen hier sitzen und zum Teil von weit her...

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