Karl Huß, der empfindsame Henker

Eine böhmische Miniatur
Hazel Rosenstrauch

Publishing date: 

2012

Publisher: 

Matthes & Seitz

Physical description: 

ca. 160 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

Published in: 

Fröhliche Wissenschaft

ISBN: 

978-3-88221-982

City: 

Person: 

  • Karl Huß
Titelblatt des buches "Der empfindsame Henker" regal mit sammelsurium

Karl Huß lebte von 1761 - 1836. Er gilt als der "letzte Henker von Eger", obwohl er Scharfrichter war. Scharfrichter waren verfemt, er konnte keinen anderen Beruf ergreifen als sein Vater. Mit 15 Jahren hat er erstmals einen Verurteilten geköpft, am Ende seines Lebens war er Kustos bder Mineralien-, Kuriositäten- und Münzsammlungen des östereichischen Staatskanzlers Clemens von Metternich.

"Die „böhmische Miniatur“ – so der Untertitel des besprochenen Werks – geht weit über die Darstellung eines Einzelschicksals hinaus und beinhaltet ihrerseits wiederum zahlreiche fein ziselierte Miniaturen, etwa über Unehrlichkeit, die josephinischen Reformen, Nationalitätenkonflikte oder Gespensterglauben. Selbst ein Abriss zur Lebensgeschichte Metternichs (1773–1859) findet darin seinen Platz, was sich zum einen damit erklärt, dass Rosenstrauch ursprünglich eine Biographie des habsburgischen Staatskanzlers verfassen wollte, zum anderen darin begründet liegt, dass sich der Lebensweg dieses Geschäftsführers der Konterrevolution mit dem des gewesenen Scharfrichters auf Schloss Königswart kreuzte; das Büchlein enthält somit in nuce eine jener Parallelviten infamer Menschen, deren Publikation Foucault in den 1970er-Jahren plante." Anton Tantner: Rezension zu: Rosenstrauch, Hazel: Karl Huß, der empfindsame Henker. Eine böhmische Miniatur. Berlin 2012, in: H-Soz-u-Kult, 14.06.2013, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2013-2-196>.

 

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