Haym@gefühle für und in Europa

Hazel Rosenstrauch

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2013

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HR

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Erstauflage

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Fliegende Schildkröte Online Publications

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Vortrag gehalten an der PH Baden/Niederösterreich am 1. 7. 2013 im Rahmen des Symposiums

 

 Mich interessiert, wie man von Europa erzählen kann, ohne zu lügen, wie man sich, gerne mit Stirnrunzeln und vielen Fragen, zwischen Adria und Kaukasus, Sizilien und Rejkavic „zugehörig“ und soweit verantwortlich fühlen könnte, dass man Lust hat, zum Erhalt seiner Reichtümer (und ich spreche nicht vom Geld) beizutragen. Braucht man Heimat im 21. Jahrhundert noch? Und dann: Europa? Einen Kontinent, der aus vielen Ländern und Landschaften besteht? Was wäre das geeignete Äquivalent für die Linde am Brunnen vor dem Tore – heute, wo es ja Brunnen und Stadttore kaum mehr gibt?
Heimatgefühl ist ein großes Wort, an dem viele Gewichte hängen, deshalb habe ich es ein wenig verfremdet. Es ist ein deutsches Wort, in andere Sprachen nicht übersetzbar. Die Engländer sagen „my home is my castle“, die Spanier sprechen bestenfalls von „patria“, was man aber mit Vaterland rückübersetzen müsste. Heimatliebe hieße „amor a la patria“ und hat einen peinlichen Beigeschmack. Wer gar das Heimatland als homeland übersetzt, ist bei jenen Siedlungen, in die während des Apartheid-Regimes in Südafrika die Schwarzen gepfercht wurden – samt Ausgangssperre und hohem Zaun. Schriftsteller, die aus ihrer „Heimat“ vertrieben wurden, finden am fremden Ort manchmal Heimat in der Sprache. [Rose Ausländer: „Mein Vaterland ist tot, sie haben es begraben im Feuer. Ich lebe in meinem Mutterland Wort“.]
Laut Grimm'schem Wörterbuch ist „Heim“ der Ort, wo man wohnt oder sich aufhält. Heimat war für gläubige Christen primär der Himmel, auf der Erde weilten sie als Fremdlinge. Seine sentimentale Bedeutung bekam der Begriff nicht zufällig im laufe des 18. Jahrhunderts, in dem traditionelle Zugehörigkeiten und Orientierungen verloren gingen.
Als die EU gebaut wurde, hat man Philosophen und Schriftsteller nicht eingeladen, die Bau“herren“ wollten pragmatisch sein und haben sich kaum um die Gefühle der „Zugehörigen“ gekümmert. Erst seit das Projekt zu scheitern droht, wird der Ruf nach einer „Erzählung über Europa“ laut.
Seelenkundler versichern uns, die Menschen bräuchten eine Zugehörigkeit, sie wollen wissen, woher sie kommen und wo ihr Platz ist. Ob der Mensch eine nationale Identität braucht, kann ich nicht beurteilen, Tatsache ist, dass nationale Legenden wieder Aufwind haben und das ist, neben der Finanzkrise, ein wesentlicher Grund, weshalb neuerdings auch Politiker nach Mitteln suchen, die Europa für seine Bewohner zur Heimat machen könnten.
Die EU ist zwecks Austausch von Waren und – auch – als Lehre aus der Geschichte entstanden. Dass sie schwerfällig, für Zuschauer langweilig und so gar nicht sexy ist, gehört zu dieser Lehre. Der Faschismus nämlich war für viele Deutsche und Ungarn, Italiener und Spanier (auch für Holländer, Norweger u.a.) durchaus sexy. Mit Methoden des 19. Jahrhunderts, wie Hymne und Fahnen, kommt man gegen die Liebe zum örtlichen Fußballverein oder nationalistischen Identitätsangeboten ohnehin nicht an. Gefühle für die Heimat/die Nation oder das Reich lassen sich zwar von oben inszenieren, aber bei der Gründung der EU wusste man noch, dass die kollektive Begeisterung für abstrakte Gebilde wie Nation, Staat oder Rasse gefährlich und potenziell tödlich ist. Propaganda, Patriotismus und staatlich verordnete Identitätsangebote passen nicht ins Europa des 3. Jahrtausend. Mit Heimatliebe und Patriotismen ist zuviel Missbrauch getrieben worden, es ist besser, wenn politische Institutionen nicht emotional besetzt werden.
Zeitgenössische Filme und Romane erzählen eher von der Brutalität in Bergbauerndörfern als von Heimeligkeit; das in Heimatfilmen und Groschen­heften beschworene Idyll ist der Industrie, Autobahnen, Nobelhotels auf hohen Bergen gewichen, ganze Dörfer wurden für den Bergbau geflutet; Landbewohner ziehen in die Städte oder werden umgesiedelt, die Provinz verödet. Paradiese gibt es nur in der Werbung, im Jenseits oder im Kitsch.
Der Ruf nach einer „Erzählung“ oder wie das mittlerweile heißt, einem „Narrativ“ schließt an Helmut Kohl an, der deutscher Ex-Kanzler und Historiker war. Er meinte, „wer über die Vergangenheit verfügt, dem gehört die Zukunft“, und ließ ein deutsches historisches Museum gründen, in dem nun Tausende Besucher lernen, was ihre Vergangenheit war. Es ist kein Zufall, dass solch instrumentali­sierte Kultur weder ästhetischen, noch intellektuellen Ansprüchen genügt.
Skepsis gegenüber Indienstnahme von Kultur durch Politik gehört zur europäischen Tradition. Allerdings gibt es innerhalb Europas auch große Unterschiede in der Auffassung von der Beziehung zwischen Geist und Macht – hier Zolas „J'accuse“ da das deutsche „politisch Lied ist garstig Lied“ – das allerdings in der Nazizeit nicht gegolten hat.
 
„Europa“ mag der Ort sein, an dem man wohnt, aber es ist keine Heimat, den meisten Inwohnern zu fremd, um gefühlsmäßige Bande zu entwickeln. Sie stehen vor dem Koloss wie Josef K. vor dem Schloss, in das er gerufen und nicht eingelassen wird. Es gibt sehr wohl Journalisten, Schriftsteller und Theaterleute und auch Schüler und Schulen, die sich europäisch vernetzen, Programme für europäische Begegnungen, Stiftungen, die Portugiesen und Letten, Polen und Holländer zusammenbringen, länderübergreifende Publikationen von und für Menschen, die europäisch denken, auch ein Manifest für ein Gegenmodell zum technokratischen Europa wurde vor Kurzem verbreitet. Aber nur wenig davon dringt an die Öffentlichkeit – nicht zuletzt, weil es keine europäische Öffentlichkeit gibt. (Allerdings sind auch die nationalen „Öffentlichkeiten“ in vielen Ländern in schlechtem Zustand, weil es kaum „gemeinsame Kultur“ sondern viele zersplitterte Publika gibt.) Ein europäischer Roman wird wenig daran ändern, Schulen schon eher.
Identität und Zugehörigkeit ist in allen Kulturen durch Geschichten, Legenden, Bilder und Mythen geprägt worden. Wenn sich nun Historiker und Philosophen mit der Frage auseinandersetzen, was Europa im Innersten zusammenhält, wie sich die EU rechtfertigen oder gar lieben lässt, woher wir kommen und wohin wir gehen, sind einige Vorgaben zu berücksichtigen: Timothy Garton Ash hat erklärt, was diese Erzählung nicht sein soll: Keine Mythologie, keine supranationale Erzählung, kein Euronationalismus. Eine neue Erzählung müsse ehrlich und selbstkritisch sein, die unterschiedlichen Vergangenheiten und geteilten Ziele berücksichtigen und sie soll trotzdem eine gemeinsame Zukunft begründen. Kein kleiner Anspruch ... und darum gibt sie ja auch nicht.
 
Haym@, geschrieben mit y und @, rüttelt an alten Mustern und soll dabei helfen, eine Haltung zwischen Sentimentalität und “kalter” Vernunft zu finden. Ich frage nach Gemeinsamkeiten, die es schon gibt und solchen, die sich erst entwickeln – als Ergänzung, jedoch nicht als Behübschung der Ökonomie. Was zeichnet sich ab – im schlechten und besseren Fall?
Die Interpretation von Vergangenheit, Bedeutungen von Ereignissen und Denkmälern, und auch Begriffe ändern sich. Wer denkt z.B. bei „Maus“ noch an die kleinen flinken grauen Tierchen oder bei „Netz“ an Fischer? Wahrnehmungen, selbst Gefühle sind heute anders als vor 50 oder 100 Jahren. Das ist irritierend, es ist aber zugleich ein spannender Prozess. Die Frage, wer wir sind und woher wir kommen wurde oft beantwortet, umgeschrieben, variiert, verbessert, verschlechtert und immer wieder ins Joch von Ideologien gespannt. Was aus der Geschichte wie dargestellt wird, ist nicht beliebig, aber man kann als Historiker, Erzähler oder auch Lehrer überlegen, welche Aspekte geeignet wären, um im neuen Jahrtausend die Frage nach Herkunft zu kommentieren, welche rote Fäden aus der Vielfalt von Erzählungen helfen könnten, ein europäisches Selbstverständnis (um das Wort Identität zu vermeiden) den heutigen Umständen und dem heutigen Wissen entsprechend umzuordnen.
 
Ich nehme einen Umweg. Manchmal sieht man aus der Ferne mehr oder doch anderes, und manchmal ändert sich dabei die Perspektive. Ich bastle an einer Aussichtsplattform, um die Herkunft der Zukunft zu erkennen, suche Schlupflöcher und Anknüpfungen zwischen Bürokratie und Nationalismus, Propaganda und Gleichgültigkeit. Das Material dafür stammt aus Geschichts­büchern, ich drehe und wende die Stoffe und mische meine Vorstellungen – nicht so sehr von Europa, sondern von „europäisch“ darunter. Vielleicht gelingt es mir sogar, den moralisierenden Gestus zu vermeiden, der so oft an den Aufrufen nach mehr Liebe zu Europa hängt.
Europa ist nicht die EU, es ist auch nicht ein wildes (oder wie die alten Griechen meinten: barbarisches) Terrain. Es klafft eine große Lücke zwischen dem Mythos von Zeus, der sich in einen Stier verwandelte, um die phönizische Prinzessin namens Europa zu verführen und der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, Vorläuferin und Keim der EU.
 
Bei der Vorbereitung dieses Vortrags stieß ich mehrmals auf Berichte, Artikel und Sendungen über die aktuelle „Transnationalisierung“ und, noch eine Neubildung: „Multilokalität“. Wissenschaftler und Journalisten erzählen uns, dass immer mehr Kinder und Jugendliche an mehreren Orten zugleich oder hintereinander zu Hause sind. Sei es, weil die Eltern für internationale Organisationen arbeiten, als Monteure, Diplomaten oder Migranten von Wien nach New York oder auch Timbuktu übersiedeln, oder ihre Heimat aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen verlassen. Sie ziehen, ohne den Nachwuchs zu fragen, von Anatolien nach Bulgarien und weiter nach Norwegen. Oder die Kinder pendeln, weil Papa hier und Mama da wohnt. Ob die neuen Nomaden als Mobilitätsgewinner oder -verlierer bezeichnet werden, hängt vom Blickwinkel und nicht zuletzt den Bildungschancen ab. Sie mögen mobil, mehrsprachig und flexibel sein, aber können sie Heimatgefühle entwickeln und was ist das überhaupt?
Istanbul ist heute von Wien etwa so weit entfernt wie in meiner Jugend das Helenental, New York leichter erreichbar als zum Beispiel Rothenburg ob der Tauber, wohin ich vor einer Woche von Berlin aus fuhr, 7 Stunden unterwegs war und 4 x umsteigen musste.
 
In Anlehnung an die Heimatlieder, die Landschaft, Flora und Fauna in den Vordergrund stellen, mache ich mir ein Bild: Europa ist ein Kontinent oder wie die Geologen sagen, ein asiatischer Wurmfortsatz; es ist ein relativ kleiner Kontinent, der gerade mal 7 % der Erdoberfläche umfasst, von Lissabon bis Nordostrussland sind es ca. 5000 km. Europa ist eine der wenigen Gegenden mit überwiegend gemäßigtem Klima, keine Tsunamis (bisher), kaum Wüsten, viel fruchtbarer Boden mit Wäldern und großen Flüssen, Bergketten und Seen. Hier gibt es Laub- und Nadelbäume, Nutztiere und Schädlinge, Klippen und sanfte Ebenen. Unter seinen Tieren und Pflanzen wimmelt es von Migranten – Akazien und Eukalyptus, Tomaten und Mais, Tabak, Zuckerrohr und die asiatische Tigermücke sind eingewandert, manche inzwischen einheimische Fischart ist in Schiffsbäuchen hergeschwommen. [Bernhard Kegel: „Die Ameise als Tramp“.]
Unsere Vorfahren sind vor ca. 30 - 40 000 Jahren aus Afrika und Asien nach Europa gekommen, das von Anfang an „mischrassig“ war, wie der spanische Historiker Josep Fontana schreibt – Römer, Kelten, Germanen, Slawen, Araber, Juden, Ungarn, Preußen, Litauer und Inder mischten sich, lange bevor es Multikulti gab. Zur ruhmreichen Geschichte Europas gehören viele Erfindungen, segensreiche und tödliche. Heute überwiegen Städte, Beton, Lärm und viel Technik, zu der Erfindungen wie Waschmaschinen und Kühlschränke gehören, die es Frauen ermöglichen, aus dem Haus zu gehen.
 
Europa ist ein Kontinent, auf dem Geschichte schwer lastet, schon weil es hier mehr schriftliche Überlieferung gibt, als z.B. in Afrika oder Südamerika. Diese Geschichte erzählt von Konflikten, aber auch von der Reflexion über Ursachen und Möglichkeiten ihrer Vermeidung. Wer es gut meint, denkt bei Europa vor allem an Vernunft und Wissenschaft, an Freiheit, Individualismus und Emanzipation, an die Fähigkeit zu zweifeln und Kritik zu üben. Kritische Geister aus dieser Tradition denken auch an die Kriege, Pogrome, Verfolgungen, Ausbeutung der 3. Welt – all die „Irrwege Kolonialismus, Szientismus, Nationalismus“ wie der berühmte Europäer und Mediavist Jaques Le Goff schreibt. Wenn es um klar definierte Zugehörigkeiten ging – ob religiös, ethnisch oder national – haben die Einen die Anderen ausgerottet.
Die Grundmelodie, will ich damit sagen, ob geographisch, kulturell oder biologisch, variiert stets das Thema Vielfalt. Verschiedenes existiert nebeneinan­der, wechselt, ändert sich, verschmilzt und entwickelt sich in immer neue Richtungen. Was geographisch zu Europa gehört, ist auch strittig. Historisch betrachtet sicher Nordafrika und der Nahe Osten, Istanbul, das einstige Konstantinopel, die Länder zwischen Euphrat und Tigris, Mesopotamien, also Palästina, Jordanien, Irak und Syrien.
Als Auswanderer die neue Welt besiedelten, galt Amerika als das neue Europa – es waren schließlich Engländer und Portugiesen, Spanier und Holländer, Franzosen und Iren, die sich zuerst dort ansiedelten … und die Ein-Heimischen teils mit der Waffe, teils mit Alkohol oder eingeschleppten Krankheiten dezimierten. Wählt man jenes Merkmal, das besonders gerne und oft als alle Europäer verbindende Gemeinsamkeit beschworen wird: die Kultur, dann gehört die ganze Welt zu Europa – inklusive Kolonialismus, Waffengewalt, Sklaverei und Ausbeutung, aber auch Rebellion.
Das sind Puzzlesteine für eine europäische Geschichte, die ein riesiges Reservoir von Erfahrungen, Traditionen, Erbschaften im Umgang mit Ökologie, mit Gier und Moral birgt. Die homogene Nation hat es nie gegeben. Charakteristisch für Europa waren in den letzten 5000 Jahren Amalgamierungen, Überlappungen und Kreuzungen. Auf europäischem Terrain bestand und besteht eine breite Palette von Lebensformen neben- und nacheinander, hier wurden verschiedene Kulturen, Götter und Riten aufgesogen und in neue Kulte verwandelt. Das gilt auch für andere Gegenden unseres Globus, ist aber hervorhebenswert, weil es immer noch Geschichtsbücher gibt, die von klaren Ordnungen samt Trennungen zwischen Nationen und Ethnien erzählen. Historiker unter ihnen werden wissen, dass sich auch die Vergangenheit ändert, weil sie in jeder Generation neu interpretiert wird: Das antike Griechenland wurde erst ein paar Jahrhunderte nach seinem Untergang zur vorbildlichen Demokratie; Historiker übertrumpfen sich inzwischen, um zu beweisen, dass das finstere Mittelalter nicht finster war. Sie schlagen u.a. vor, nicht vom christlichen, sondern vom monotheistischen Mittelalter zu sprechen, was sowohl Islam und Judentum einschließt, wie zwischen verschiedenen Christen zu differenzieren erlaubt.
Ohne die Flüchtlinge aus türkisch eroberten Gebieten, ohne die gebildeten Sklaven in Rom wüssten wir wenig über die Antike. Es gäbe kein Toledo und keine Alhambra und auch nicht die erst kürzlich entdeckten andalusischen Märchen aus 101 Nacht. Mathematik und die griechische Wissenschaft und Philosophie wurden auch von arabischen Gelehrten aufbewahrt , in Sicherheit gebracht und übersetzt. Verfasser der Reihe „Europa bauen“ sprechen nicht mehr von der Renaissance sondern von Renaissancen.
 
Zu den hier heimischen Wesen und Unwesen gehören – neben Goethe und Hitler, Shakespeare, Kennedy, Sinowatz und all den großen Namen aus Kunst und Politik – auch Gulliver und Münchhausen, das Pferd Rosinante, Trolle und verbrannte Hexen, Titania und Leopold Bloom ebenso wie Heerführer, Könige, Maler, Ingenieure und Bäuerinnen. Eine wilde Mischung. Genau das zeichnet Europa aus, wenn man sich von der kurzen Geschichte nationaler und ethnischer Ordnungsversuche wegbewegt.
 
Heimatliche Gefühle sind auch eine Frage der Generation. In den 1960er und 70er Jahren waren die USA für junge Leute der Inbegriff von Freiheit: heiße Musik, Durchlässigkeit der sozialen Schichten, Beginn der Emanzipation von Frauen und Schwarzen. Wir haben seine Rhythmen und Versprechungen geliebt. Meine Freundin Ulli, die bis heute nicht zu Verklärungen neigt, erzählte mir neulich von der Rückfahrt, damals noch per Schiff. Sie kam in der Normandie an und fuhr mit ihren Eltern quer durch Frankreich nach Süddeutschland. Und war, bei aller Liebe zu Amerika, von der Vielfalt der Landschaft und Architektur, den Dörfern und Flüssen sehr berührt. Studierende, die heutzutage mit Erasmus-Programm in verschiedenen Ländern lernen oder in den Cafés sitzen, oder Billigfliegende, die schnell mal für ein paar Tage nach Barcelona oder Tallin fahren, brauchen keine Philosophie, um überall und nirgends zu Hause zu sein. Die durchaus zahlreichen europäischen Kollegs, Akademien, literarischen und musikalischen Vereinigungen und Events fallen zwar nicht sehr auf, aber auch daraus wachsen Gegner von nationalen Monokulturen. Die Generation Y und die Digital natives sind sowieso im Netz bzw. in der Wolke zu Hause, ihnen gehört nicht nur Europa, sondern die ganze Welt. Sie ist, wenn man von wenigen ostasiatischen Ländern absieht, im Schlechten wie im Guten „europäisch“ – geprägt von Auswanderern und Kolonisatoren, den Gefangenen des British Empire, die auf die andere Seite der Welt verschifft wurden, den Armutsflüchtlingen aus Deutschland, Irland, Italien usw., die Amerika und Australien besiedelt und die dort Heimischen mit ihrer mitgebrachten Kultur (ihrem Alkohol und ihren Krankheiten) infiziert haben. Das wissen die globalisierten jungen Menschen meist nicht, und es interessiert sie so wenig wie jene offenen Grenzen, über die ich immer wieder erstaunt und glücklich bin, von Offenburg nach Straßburg fahrend oder vom Waldviertel nach Cesky Krumlov wandernd – ohne stundenlang angehalten, durchsucht und angeschnauzt zu werden. Hübscher Stoff für Inszenierungen, die in den Kunst- und Literaturunterricht ebenso gut passen wie zur Mathematik. Wieviele Stangen Zigaretten durfte man bei der Einreise von Italien nach Österreich mitnehmen, wieviel Stück sind das, wie viele Tage braucht ein Raucher, um sie zu verqualmen, wenn er täglich 20 Zigaretten raucht oder was verdient er, wenn er sie verkauft. Wieviele Flaschen Bier oder Whiskey passten in das Kontingent, das man nach Dänemark mitnehmen durfte. Wie hat man die Währungen umgerechnet. Gibt es eigentlich schon europäische Schulbücher mit derlei Stoff?
 
Die Moderne lassen Geschichtsschreiber je nach Land und Spezialgebiet im 13., 15. oder 18. Jahrhundert beginnen; wann sie beginnt, hängt von der Auswahl der Kriterien ab. Buchdruck und die Entdeckung der Neuen Welt, Individualismus, Rationalität und Säkularisierung oder Französische Revolution, immer bedeutet „modern“, dass Gewohntes verschwindet und überlieferte Regeln nicht mehr gelten. Immer sind neue Freiheiten der einen der Verlust für andere. Die europäische Geschichte ist voll von Kriegen und Raubzügen gegeneinander > die effizienten, mit allen modernen Errungenschaften durchgeführten Gräueltaten des 1. und 2. Weltkriegs waren das zentrale Argument für das Bemühen um europäische Vergemeinschaftung.
Anders als im 19. Jahrhundert, aus dem die hübschen Geschichten über Heimat stammen, gibt es zusätzlich zur einen – deutschen, englischen, russischen oder spanischen Version mit einer gültigen Sichtweise, auch den Blick von außen: Erinnerungen von Kolonisierten, Nachkommen der Sklaven und anderen Opfern europäischer Aggression. Sie dämpfen die Lust, Europa als Hort von Kultur und Fortschritt zu feiern. Auch innerhalb Europas widersprechen sich die Erzählungen über ein und dasselbe Ereignis. Wer, wie Georges-Arthur Goldschmidt, als Kind aus Deutschland fliehen musste und in Frankreich aufwuchs, erzählt anders, als ein deutsches Kind, das immer in Hannover zu Hause war, als eine dänische Bauerntochter, ein polnischer Journalist oder Barbara Coudenhove-Kalergi, deren Eltern aus Böhmen fliehen mussten. Man isst, flirtet, arbeitet und unterhält sich innerhalb Europas auf unterschiedliche Art. Vereinheitlichung ist eher eine Gefahr als ein Gewinn. Eine europäische Erzählung, die die verschiedenen Einwohner Europas verbindet, muss die Vielfalt betonen und Gemeinsames finden, das über die Monokultur von Fußgängerzonen und Mc-Mahlzeiten hinausgeht. Hübsche Themen für eine europäische Kulturpolitik, die es zwar gibt, die aber nur für Spezialisten im Antragswesen mit viel Geduld zugänglich wird. Immerhin gibt es auch andere Organisationen, wie den Europarat, mit größerer Nähe zu Kultur.
 
Man kann an vielen Punkten ansetzen, um Honig für ein vereintes Europa daraus zu saugen. Ich wähle (als eines von vielen möglichen Beispielen) den Wiener Kongress, der sich nächstes Jahr zum 200. Mal jährt. Damals wurden viele Weichen gestellt, deren Auswirkungen uns immer noch beschäftigen. Es wird diverse Ausstellungen, Konferenzen und neue Bücher geben, ich weiss nicht, unter welchen Gesichtspunkten. Er eignet sich gut für eine Erzählung über die Mühen und versäumten Gelegenheiten, über die Vielzahl von Meinungen und Ansprüchen, über die Einführung und Verhinderung von Spielregeln. Und für Ausflüge mit Schülern.
Metternich lud die Alliierten nach Wien ein und sprach stets von einem Friedenskongress. Es war die größte Versammlung bedeutender Männer und Adabeis, die Europa bis dahin gesehen hatte. Könige und Fürsten, Bischöfe und Diplomaten, Vertreter aus Russland, Frankreich, England, aus Dänemark und Preußen, aus Klein- und Kleinstfürstentümern samt ihren Frauen, Geliebten, Köchen, Dienern und Kutschen, käuflichen Damen und ebenso käuflichen Künstlern und Schriftstellern fielen in Wien ein. Zwischen September 1814 und Juni 1815 verdreifachte sich die Einwohnerzahl Wiens. Es war ein kluger Schach­zug, die Alliierten nach Wien einzuladen, schließlich war das Image Österreichs schwer beschädigt, weil der österreichische Kaiser dem französischen Kaiser seine Tochter als Gemahlin angedient und den Parvenue damit legitimiert hatte (ein schönes Gender-Thema).
Die Mächtigen teilten Europa neu auf, manch europäischer Staat wurde damals erst gegründet, andere wurden verkleinert oder neu arrondiert. Es gab viel Streit bei der Umverteilung von Gebieten und Untertanen. Der Kongress wäre beinahe geplatzt, aber dann floh Napoleon aus Elba und die neuerliche Bedrohung führte zu gemeinsamem Handeln.
In den Erzählungen sind eher die „Events“, Bälle und Kutschenfahrten, Soireen und Jagden aufbewahrt worden, als die Ergebnisse, die von Diplomaten im Hintergrund erzielt wurden. Es wurde keineswegs nur getanzt. Bei den Vergnügungen wurden Absprachen getroffen, in den Salons wurde die Stimmung getestet, in den Logen der Theater wurde vorgefühlt und bestochen.
Der hochverschuldete Staat gab rund 100.000 Gulden pro Tag aus und der Kongress dauerte acht Monate. Ich bin neugierig, ob bei den Feierlichkeiten anlässlich der 200. Wiederkehr irgendwo erklärt werden wird, wie es der Kaiser angestellt hat, das Geld für all die Feste und die umfassende Überwachung seiner Gäste aufzubringen. Steuern wurden erhöht, die Lebenshaltungskosten explodierten. Gelegentlich durfte das Volk mitfeiern oder doch Spalier stehen; und es fand lukrative Erwerbsmöglichkeiten, weil die Exzellenzen Dienstboten und der Polizeiminister Zuträger brauchten.
Der Wiener Kongress hat aus guten Gründen keinen guten Ruf, wurde doch das Rad der Geschichte zurückgedreht, die alten feudalen Verhältnisse wurden restauriert und alle Gedanken an eine Verfassung, Pressefreiheit und akademische Freiheiten verboten. Für die Verbreitung demokratischen Gedankenguts wurde man, oft unter fadenscheinigen Vorwänden, ins Gefängnis geworfen. Aber die Welt hatte sich seit der Französischen Revolution, den napoleonischen Neuordnungen und der Einführung des Code civil in den besetzten Ländern verändert. Es bedurfte eines gewaltigen Polizeiapparats, um die alten Privilegien zu verteidigen und Freiheitsbewegungen zu unterdrücken.
 
Ich weiß nicht, was in österreichischen Schulbüchern steht, in den deutschen war Napoleon das aggressive Ungeheuer, das Europa seine „Fremdherrschaft“ aufgezwungen hat. Die Realität war natürlich differenzierter, Napoleon war auch der Erbe der französischen Revolution und die Haltung der Bevölkerung gegenüber den französischen Eroberern war in vielen Ländern ambivalent. In Spanien, Süddeutschland, in Polen, in Griechenland und einigen österreichischen und italienischen Gebieten schwankten die Intellektuellen lange Zeit zwischen der Hoffnung auf Modernisierung und Kampf gegen die Besatzungsmacht. Eine Verfassung war für Demokraten und Freiheitskämpfer auf dem ganzen Kontinent – ermutigt durch das amerikanische und französische Vorbild – die zentrale Forderung. Und mancher König versprach sie als Zugeständnis an „das Volk“, das dann stimuliert durch Freiheitslieder enthusiastisch in die Schlacht gegen den „korsischen Emporkömmling“ zog.
Im Artikel VI des Abschlussdokuments wurde beschlossen, Belange von internationaler Bedeutung künftig durch Absprachen zu regeln. Die Schweizer Neutralität wurde festgeschrieben, der „Neger“handel verurteilt, der Umgang der Diplomaten untereinander geregelt, Schifffahrt und Urheberrecht wurden in erste Formen gegossen. Die schwierige Frage, ob die vielen kleinen deutschen Länder in einem Staatenbund oder Bundesstaat vereinigt werden sollten, wieviel Souveränität, wieviel Unterordnung unter gemeinsame Gesetze, wieviel Autonomie den Ländern zugestanden wird, wären ein interessantes Modell für Gespräche mit Iren und Mazedoniern, Basken, Dänen oder mit britischen Politikern. Man schlug sich nach diesem Kongress nicht mehr gleich die Köpfe ein, sondern verhandelte. Nach 20 Jahren Schlachten mit vielen Toten gab es 40 Jahre lang Frieden in Europa – unter Stillhaltezwang für Demokraten.
Viel Stoff für unpathetische gemeinsame Geschichten über ein mühsam zusammengefügtes Europa und eine unterdrückte Verfassungsdebatte, über Streits, Widersprüche und Auseinandersetzungen zwischen Patrioten und Vertretern einer europäischen Ordnung. Die Ergebnisse lassen sich nicht eindeutig in gut und böse, fortschrittlich und reaktionär zuordnen, weil Ambivalenz eine konstitutive Begleiterscheinung der Moderne ist, die erlernt werden muss.
 
Nationalstolz und Patriotismus haben ihre bis heute nachwirkende Färbung in dieser Zeit bekommen. Als gute Patriotin zitiere ich einen Österreicher: Joseph von Sonnenfels, der politischen Berater Maria Theresias und Joseph II., hat 1771, also lange vor der Französischen Revolution, eine Schrift „Über die Liebe zum Vaterland“ verfasst, in der er die Liebe zum Vielvölkerstaat propagiert. Darin heißt es unter anderem: „niemand kann ein Patriot sein, der nur bittweise überlassene Erde umgräbt, Eigenthum des Bodens und persönliche Freyheit machen ein feldbauendes Volk zu Patrioten“. Vierzig Jahre später erfuhren die Generäle der antifranzösischen Allianz, dass die Sansculotten, also die schlecht ausgerüsteten „Ohnehosen“, auch deshalb begeistert für Napoleon kämpften, weil der Boden, den sie bearbeiteten, in ihren Besitz übergegangen war. Sie hatten etwas zu verteidigen. Von diesem Engagement lernend ließen preußische Militärs mitreißende patriotische Gesänge in den Felddruckereien herstellen und verteilten sie als Marschgepäck an die Soldaten. Viel Stoff für Erzählungen über Identifikation und dren Steuerung. Ich verteidige Metternich ungern, aber nach dem nationalistischen Furor des vorigen Jahrhunderts will ich doch festhalten, dass er ein dezidierter Gegner der „Teutomanen“ und es nationalen Pathos war. Weshalb er auch in den deutschen Schulbüchern so schlecht wegkommt.
 
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde noch selten mit nationalem Maß gemessen. Bevor sich die Menschen nach Sprache und Nation definierten, gehörten sie einem Beruf und einem Stand an, vielleicht noch zu einer Gemeinde und ihrem Grundherrn. Es war normal, dass Hessen in preußischen Truppen für die Einverleibung Bayerns kämpften, Holländer bauten St. Petersburg auf, die Generäle und Berater des Zaren stammten aus rheinischen, italienischen, habsburgischen Landen. Spanische Prinzessinnen wurden an nordische Höfe verheiratet und Napoleon erzählte nicht ohne Stolz, dass unter den 300 000 Soldaten, die bei seinem Russlandfeldzug umgekommen sind, nur 30 000 Franzosen waren. Die Häupter der Dynastien kannten keinen Patriotismus, sie heirateten quer über den Kontinent und sprachen miteinander französisch. Monarchen, aber auch Jakobiner, Saint Simonisten und die emporkommenden Fabrikanten dachten europäisch oder auch universalistisch. Harmlose Heimatgefühle für die Region verwandelten sich erst nach und nach in quasireligiösen Nationalismus. Was deutsche Studenten 1817 beim Wartburgfest als Patriotismus feierten, schloss Tschechen, Italiener, Katholiken und Juden sowieso aus. Man müsste von Patriotismen im Plural sprechen, auch die Bedeutung dieses Begriffs hat sich je nach Zeit und Not geändert.
1819 wurden mit den Karlsbader Beschlüssen (die Machthaber versammelten sich unter dem „kulturellen Vorwand: Goethes 70. Geburtstag) jegliche Hoffnung auf eine Verfassung zunichte gemacht; den Ländern der Unterzeichner wurde Friedhofsruhe verordnet. Diese Jahre waren auch eine Blütezeit von Heimatliedern, zuvor kämpferische Sänger und resignierte Bürger richteten sich gerne in einer erdichteten heilen Welt wohnlich ein. Hatten die Frühromantiker noch den Aufbruch und ihre Liebe zur Freiheit besungen, schwärmte man in der deutschen Spätromantik von der blauen Blume und der Einsamkeit in Wald und Gebirg. Heimat als Ort, der Sicherheit und Vertrauen verspricht, war vor allem eine rückwärtsgewandte Utopie. Die europäische Kultur verdankt dieser Zeit wunderbare Musik und Dichtung. Heimatlieder wurden gesungen, bevor Auswanderer, z.B. verarmte Handwerker, das Schiff bestiegen, das sie in eine neue Heimat bringen sollte.
 
Das wären Themen für Geographie-, Geschichts-, Kunst-, Sport-, Sozialkunde- und erst recht für fächerübergreifenden Projektunterricht. Man könnte daraus auch eine „Europäische Heimatkunde“ entwickeln, vielleicht an der PH Baden? Der halbe Kongress hielt sich in den Sommermonaten hier auf. Vielleicht Haymât mit accent aigu, man sprach ja meist französisch miteinander. Man könnte und sollte junge Menschen fragen, was sie über Europa denken. Sie brauchen dazu aber Futter, um nach-zudenken. Aus der historischen Distanz ließe sich über Engagement als Folge von Teilhabe, über versprochene und nicht verabschiedete Verfassungen, über nationale und europäische Konzepte, gefühlsmäßige und vernünftige Gemeinsamkeiten debattieren; über Gründe für und gegen den Einsatz fürs Vater- und Mutterland, über Widersprüche, Unklarheiten und verschiedene Optionen, zwischen denen gewählt werden kann, seit wir nicht mehr unter absoluten Herrschern leben. Stoff für Gespräche über Engagement und Zugehörigkeitsgefühle, den Zusammenhang von Interesse mit Gestaltungs­möglichkeiten. Vielleicht würden die Bürger Europa ja eher als ihr Eigenes erkennen, wenn sie z.B. über patentiertes Saatgut oder die Privatisierung von Wasser verfügen könnten? [Stichwort Handlungschancen]
Konflikte, Ambivalenzen und unordentliche Grenzen sind ein europäisches Kapital, und ein wichtiger Rohstoff für die kommenden Jahre. Es gibt genug europäische Erzählungen um zu wissen, dass sich eine lebens- und liebenswerte Gesellschaft nicht entwickelt, wenn es keine Debatten gibt. Aber Debattieren muss gelernt werden – in England ist es schon lange Unterrichtsgegenstand an Schulen und Universitäten, man kann auch innerhalb Europas viel voneinander lernen. Und man kann angesichts der europäischen Erfahrungen zu dem Schluss kommen, dass Aushandeln und Vernunft verteidigenswerte Modelle sind, die immer wieder neu justiert werden müssten.
 
Die Welt ist kleiner geworden und die Menschen brauchen einen Rahmen, das könnte Europa sein. Und darin, als Ort, der über unser Leben entscheidet, – in Anerkennung dass Skepsis eine zutiefst europäische Tugend ist – könnte das auch die EU sein. In Europa wurde jahrhundertelang gestritten: über Kunst und Moral, Religion und Rasse, über Marktanteile und Löhne, Macht und Ohnmacht. Streit auszuhalten ist, soviel ich weiß, kein Schulfach. Auch das ist eine europäische Tugend, die die Europäer für das 21. Jahrhundert fit machen können.
Gelernte Österreicher haben einen Vorsprung, für sie liegt es nahe, nicht in Kategorien von Entweder-Oder zu denken, sondern sowohl als auch (vielleicht sogar sowohl entweder als auch oder). Warum soll ich nicht an mehreren Orten „zu Hause“ sein, in Wien und Baden und Berlin, und weil ich es liebe und dort zur Welt gekommen bin, auch in London? Man muss den Kontinent nicht lieben, aber es gibt eine Reihe von Gründen, um sich auf ihm „heimisch“ zu fühlen. Was niemanden daran hindern soll, sich auch in den Amerikas, in Afrika oder asiatischen Ländern wohlzufühlen.
 
 
 
 
 
 
Literatur zum Vortrag Haym@gefühle für und in Europa
 
Timothy Garton Ash, Eine neue Geschichte für Europa, http://www.perlentaucher.de/essay/eine-neue-geschichte-fuer-europa.htm
Die Reihe „Europa bauen“ im Verlag C.H. Beck
Jaques Le Goff, Das alte Europa und die Welt der Moderne, München 1996
Jaques Le Goff erzählt Die Geschichte Europas, Frankfurt/New York 1996 = Sonderausgabe der Deutschen Bundeszentrale für politische Bildung
Josep Fontana, Europa im Spiegel. Eine kritische Revision der europäischen Geschichte, München 1995
Barbara Coudenhove-Kalergi, Zuhause ist überall, Wien 2013
Bernhard Kegel, Die Ameise als Tramp, als TB 2013, s.a. Kegel auf You tube
Wir sind Europa! Manifest zur Neugründung Europas von unten, initiiert von Ulrich Beck und Daniel Cohn-Bendit: http://manifest-europa.eu/allgemein/wir-sind-europa
Georges-Arthur Goldschmidt, Über die Flüsse, Autobiographie, Frankfurt 2012
101 Nacht. Aus dem Arabischen von Claudia Ott nach der Handschrift des Aga Khan Museum, Zürich 2012
 

(c) Hazel Rosenstrauch. Der Text darf auszugsweise unter Angabe der Quelle zitiert werden,  nicht vervielfältigt,  verändert + schon gar nicht kommerziell genutzt werden. Über Kommentare, weiterführende Gedanken und fundierte Kritik freue ich mich.

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