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Interkultur

24 Aug

Mark Ter­kes­si­dis, Inter­kul­tur, es 2589, Ber­lin 2010, hab ich heute für dlr rezen­siert, hatte nur wenig Platz.

Es ist ja erfreu­lich, dass all­mäh­lich auch Nach­kom­men der Ein­wan­de­rer aus Wirt­schafts­wun­der­zei­ten sich in die Debatte um Integration/ Zusammenleben/gemeinsame Kul­tur ein­mi­schen. Schade dass er so wenig von frü­he­ren Model­len der Völ­ker­mi­schun­gen weiss. Ich lese gerade die  Bücher von Karl-Markus Gauß, (Die Hun­de­es­ser von Svi­nia, Die ver­spreng­ten Deutsc hen, Die ster­ben­den Euro­päer) -  über Slo­wa­ken, Ungarn, Deut­sche und Roma, über die sei­ner­zeit in ukrai­ni­sche und rus­si­sche Gebiete aus­ge­wan­der­ten Deut­schen und all die Völ­ker­mi­schun­gen in Süd­ost­eu­ropa.  Es sind nicht gerade rüh­mens­werte Vor­bil­der, aber es es könnte das Bild von  “den Deut­schen” dife­ren­zie­ren … denn so sehr Ter­kes­si­dis sich gegen die Ver­all­ge­mei­ne­run­gen wehrt, wenn von Zuge­wan­der­ten die Rede ist, so pau­schal urteilt er über die aus sei­ner Sicht andere und dann halt auch ziem­lich ver­all­ge­meien­erte Gruppe.

Mark Ter­kes­si­dis, Inter­kul­tur, es 2589, Ber­lin 2010

All­mäh­lich besu­chen auch Nach­kom­men der Ein­wan­de­rer, die das Wirt­schafts­wun­der­land mit auf­ge­baut haben, deut­sche Uni­ver­si­tä­ten. Sie mischen sich auch in die Debat­ten um Men­schen „mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund“ ein, wie die kor­rekt sein wol­lende For­mu­lie­rung lau­tet. Mark Ter­kes­si­dis, Jahr­gang 1966, plä­diert für „Inter­kul­tur“ und grenzt sich damit sowohl von „Mul­ti­kulti“ wie der Idee einer „Inte­gra­tion“ ab. Die Vor­stel­lung, daß „Fremde“ sich in die deut­sche Gesell­schaft inte­grie­ren müß­ten, setze eine Norm vor­aus, die es nicht gibt. An vie­len Bei­spie­len zeigt er, daß diese Norm ein Kon­strukt ist und der Rea­li­tät längst wider­spricht. Der Autor wech­selt die Blick­rich­tung, er beschreibt, wie Kin­der und Jugend­li­che in Insti­tu­tio­nen, von Bür­ger­meis­tern oder Leh­rern oft unbe­ab­sich­tigt erst zu Frem­den gemacht wer­den und auch gut­ge­meinte Aktio­nen die Gleich­be­rech­ti­gung eher erschwe­ren als ermög­li­chen. Er spricht von einer Alpha­be­ti­sie­rung, bei der alle eine neue Spra­che ler­nen müs­sen, um mit den ver­än­der­ten Ver­hält­nis­sen zurecht zu kom­men. Seine Dia­gno­sen und Bei­spiele sind nicht sehr ermu­ti­gend, aber es gibt auch eine Ent­wick­lung. Wäh­rend er im ers­ten Teil des Buchs noch oft For­mu­lie­run­gen wie „die Deut­schen“, „viele Fir­men“ „das Lehr­per­so­nal“ ver­wen­det, also sei­ner­seits ver­all­ge­mei­nert, wer­den in der zwei­ten Hälfte dann doch posi­tive Bei­spiele genannt. Ter­kes­si­dis rich­tet seine Wün­sche und Hoff­nun­gen vor allem an staat­li­che Insti­tu­tio­nen, sein „Pro­gramm Inter­kul­tur“ skiz­ziert eine Unter­neh­mens­be­ra­tung in Sachen „diversity-management“ unter den spe­zi­el­len deut­schen Bedingungen.


Ich stelle meinen neuen Essayband vor

15 Aug

Ich stelle meinen neuen Essayband vor
Sep
10
20:00
Oct
9
11:00
Nov
2
20:00

Ich stelle mei­nen neuen Essay­band vor:

Am 10. Sep­tem­ber 2010
um 20 Uhr
in der Buch­hand­lung am Baye­ri­schen Platz,
Gru­ne­wald­straße 59,
Tel. 78 212 45


Am 2. Novem­ber 2010
um 20 Uhr
in der neuen Tucholsky-Buchhandlung,
Tuchols­ky­straße 47,
Tel. 275 77 663
Bei die­ser Lesung ist auch die Ver­le­ge­rin,
Lisette Buch­holz, anwesend.


JUDEN NARREN DEUTSCHE
vor­stellt: Am 9. Okto­ber (Sams­tag)
um 11 Uhr auf der Lese-Insel
in Halle 4.1 D 128.


Wir freuen uns auf Sie!

LESUNG auf der Frankfurter Buchmesse">LESUNG auf der Frankfurter Buchmesse

3 Aug

Oct
9
11:00

Das neue buch wird am 9. Okto­ber im Rah­men der Frank­fur­ter Buch­messe vorgestellt:

11 Uhr auf der Lese-Insel in Halle 4.1 D 128

JUDEN NARREN DEUTSCHE">JUDEN NARREN DEUTSCHE

3 Aug

Das Buch ist fer­tig und kommt mor­gen, 4. August,  h in die Buch­hand­lun­gen.  Es ist sehr schön gewor­den, ich freu mich und nun muss es sei­nen Weg gehen. Die Ver­le­ge­rin hat es auch bei “hot­list der ide­pend­ents’ (was für ein Name für deut­sche Klein­ver­lage!) ange­mel­det. Dort kann man auch (unter Poli­ti­sches Sach­buch) ein Votum dazu abge­ben, alle Lese­rin­nen und Leser sind herz­lich eingeladen!

Lesun­gen sind geplant, ste­hen aber noch nicht end­gül­tig fest. Alle wich­ti­gen Men­schen sind der­zeit im Urlaub.

Vortrag in Leiden

22 Jul

Sep
2
17:00

Wis­sen­schaft und Kunst nähern sich an, koket­tie­ren mit­ein­an­der, zumin­dest koope­rie­ren die sepa­rier­ten Insti­tu­tio­nen zuneh­mend öfter. Eine sol­che Ver­an­stal­tung fin­det am 2. Sep­tem­ber in Lei­den, Nie­der­lande statt. Ich werde dort und zwar am Insti­tuut voor Cul­turele Disci­plines, Uni­ver­si­teit Lei­den, meine Gedan­ken zu die­ser Ent­wick­lung aus­brei­ten. Vor­trag in eng­li­scher Sprache.

http://hum.leidenuniv.nl/nieuws/conferenties-en-symposia/ratio-en-emotie.html