Kassel zum Zweiten

Kassel bzw. der Abend bei der christlich-jüdischen Veranstaltung im Evangelischen Forum war, wider Erwarten, spannend. Abgesehen davon, dass es ständig geschüttet hat, war ich von der Atmosphäre bei der Lesung, den Fragen und den fragenden, begrüßenden und diskutierenden Individuen angetan. Es begann damit, dass mir ein Herr ein Päckchen Tee (wie ich mittlerweile sagen kann: bester Sorte) übergeben hat, weil er den Wunsch in meinem Blog gelesen hatte. Und dann die Frage nach der Zukunft des Erinnerns, über die ich seither nachdenke und die man wohl von der Zukunft des Gedenkens unterscheiden sollte.

Es sieht ganz so aus, als würde ich demnächst wieder dorthin fahren.

Interessant bei dieser und bei vielen anderen Diskussionen - wie schwer es den Leuten, gerade den wohlwollenden, fällt, zu akzeptieren, dass "die Juden" normale Menschen und auch Deutsche sind und vor allem auch waren, bevor sie als Juden definiert und ausgegrenzt wurden. Man hat sie lieber als was "Anderes", Besonderes.

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