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Sowjetisierung

Es geht ein böses Wort im Westen um, keineswegs nur in deutschen Landen: Sowjetisierung der Gesellschaft. Bekanntlich hat der Kapitalismus gesiegt, er entwickelt sich rasend – in doppeltem Sinn. Das Kapital rast um den Erdball, wer hat dem wird gegeben. Es gibt allerdings Bereiche, die auf eine Adaption sozialistischer Errungenschaften schließen lassen. In Universitäten, öffentlich-rechtlichen „Anstalten“ und wo sonst (noch) Steuermittel investiert werden, regieren zunehmend Funktionäre anstelle von inhaltlich kompetenten oder gar leidenschaftlichen Individuen. Sie funktionieren und führen...

Sowjetisierung

Es geht ein böses Wort im Westen um, keineswegs nur in deutschen Landen: Sowjetisierung der Gesellschaft. Bekanntlich hat der Kapitalismus gesiegt, er entwickelt sich rasend – in doppeltem Sinn. Das Kapital rast um den Erdball, wer hat dem wird gegeben. Es gibt allerdings Bereiche, die auf eine Adaption sozialistischer Errungenschaften schließen lassen. In Universitäten, öffentlich-rechtlichen „Anstalten“ und wo sonst (noch) Steuermittel investiert werden, regieren zunehmend Funktionäre anstelle von inhaltlich kompetenten oder gar leidenschaftlichen Individuen. Sie funktionieren und führen...

Ossi-Wessi neu verpackt

Derzeit ist - datumsbedingt - viel von Ossis und Wessis, Angleichung und Differenzen die Rede. Ob es noch Unterschiede gibt oder wo und wie sich die Post-DDR-Generation fühlt. Das Wort Revolution wird oft verwendet und das Freiheitsbestreben, das bei den Montagsdemos in der DDR geboren wurde. Vor einem Monat war ich in Wien bei der Feier der dortigen deutschen Botschaft zum "Tag der Einheit", ein Freund hatte mich mitgenommen, das Ereignis fand im luxuriösen Palais Liechtenstein statt, das durchaus sehr große Palais war voll, für Diplomaten, Politiker und Militärs ist der deutsche...

Iris Berben liest Manja

Es ist eines dieser mittelgroßen Wunder. 1984 eröffnete die wagemutige Kleinst- und Alleinverlegerin Lisette Buchholz ihr Programm mit einem Roman, den eine hierzulande „weitgehend“ unbekannte Autorin im englischen Exil verfasst hatte. Das Buch war 1938 bei Querido in Amsterdam erschienen. Für Menschen dieses Jahrhunderts, denen der zweite Weltkrieg so fern ist (über den ersten sind wir alle in diesem Jahr gründlich informiert worden): bei Querido in Amsterdam erschienen Bücher, die in Deutschland nicht erscheinen konnten. Erstens, weil sie antifaschistisch und zweitens, wenn sie von Juden...

Iris Berben liest Manja

Es ist eines dieser mittelgroßen Wunder. 1984 eröffnete die wagemutige Kleinst- und Alleinverlegerin Lisette Buchholz ihr Programm mit einem Roman, den eine hierzulande „weitgehend“ unbekannte Autorin im englischen Exil verfasst hatte. Das Buch war 1938 bei Querido in Amsterdam erschienen. Für Menschen dieses Jahrhunderts, denen der zweite Weltkrieg so fern ist (über den ersten sind wir alle in diesem Jahr gründlich informiert worden): bei Querido in Amsterdam erschienen Bücher, die in Deutschland nicht erscheinen konnten. Erstens, weil sie antifaschistisch und zweitens, wenn sie von Juden...

Iris Berben liest Manja

Es ist eines dieser mittelgroßen Wunder. 1984 eröffnete die wagemutige Kleinst- und Alleinverlegerin Lisette Buchholz ihr Programm mit einem Roman, den eine hierzulande „weitgehend“ unbekannte Autorin im englischen Exil verfasst hatte. Das Buch war 1938 bei Querido in Amsterdam erschienen. Für Menschen dieses Jahrhunderts, denen der zweite Weltkrieg so fern ist (über den ersten sind wir alle in diesem Jahr gründlich informiert worden): bei Querido in Amsterdam erschienen Bücher, die in Deutschland nicht erscheinen konnten. Erstens, weil sie antifaschistisch und zweitens, wenn sie von Juden...

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