Verantwortung der Intellektuellen

Seit einiger Zeit erscheinen immer wieder Artikel über das mangelnde Engagement der Intellektuellen für Europa. Es gibt auch gute Argumente, warum das so ist (z.B. dass die Gemeinten sich eher für die Welt als für eine Heimatgeschichte des einen Kontinents interessieren). Erwähnen aber will ich, daß kurz vor und nach 1989 etliche Treffen, Begegnungen zwischen Ost- und West-Intellektuellen, Künstlern, Wissenschaftlern aus vielen europäischen Ländern stattgefunden haben, ich habe von vielen solchen Versuchen gehört, auch teilgenommen, prominente Schriftsteller und Wissenschaftler aus Portugal oder Aserbeidshan, Polen und den ehemaligen jugoslawischen Ländern, Italien, Ukraine etc. -  in Tallin, Prag, Bukarest, Nishni Nowgorod etc kennengelernt, die Treffen waren u.a. initiiert von der Felix-Meritis-Stiftung in Amsterdam, manches an der Amsterdam Summer-University, auch die Ebert-Stiftung (s. u.a. meinen Beitrag "Kulturpolitik -  ein Schalk in Europas Nacken), mehrere Konferenzen in Berlin, u.a. "Europa eine Seele geben", viele Artikel zum Thema. Es ist also eher ein Problem, daß diese Beiträge nicht wahrgenommen werden, jedenfalls nicht von den Leuten, die sich gerne über das Fehlen der Intellektuellen beschweren. Ein Medien-Problem?

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