Maja Haderlaps Engel des Vergessens

Mit der üblichen Verspätung (ich lese Bücher selten,wenn sie "frisch" sind, erst recht, wenn sie den Ingeborg-Bachmann-Preis bekommen haben, aber dieses empfehle ich allen, die nicht nur an Geschichten, sondern auch an Sprache interessiert sind. Maja Haderlap erzählt von den Kärntner Slowenen, während des 2. Weltkriegs und auch danach, in einem Frieden, der den Kampf gegen die "Tschuschen" in eben jenem südlichen Bundesland weiterführt, das durch seine rechte Politik bekannt geworden ist. Nicht nur das Thema, sondern das "wie" hat mich fasziniert: wie sie Ängste und Trotz, Zuneigung und Tod, die Stimmung und die Landschaft in Sprache verwandelt. Ich weiß nicht, wieviel Sternchen für Empfehlungen ich zur Verfügung habe, aber ich gebe ihr alle. 

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