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Die Welt

12 Dec

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Til­man Krause: “HR zitiert sinn­voll, wer­tet geschmack­voll, ein­fühl­sam aus. Das Geschlech­ter­ver­hält­nis inter­es­siert sie mehr als hohe Poli­tik. Men­tale Mus­ter wer­den für bedeut­sa­mer gehal­ten als die Staats­af­fä­ren. Warum auch nicht?”

Buch der Woche Til­man Krause in der Welt

Die Welt

Die Vermessung der Intimität

22 Sep

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Von Tho­mas Meissner

FAZ

Zeitung der Alma Mater Berolina

17 Sep

In der Zei­tung der Humboldt-Universität unter Buch­tipp schreibt Ange­lika Keune u.a. ““Die­ses Buch lebt von den Wider­sprü­chen: von den Wider­sprü­chen sei­enr Prot­ago­nis­ten und den Wider­sprü­chen ihrer Zeit, denen sie sich stel­len müs­sen und wol­len. … Rosen­strauch umkreist The­men, die sie mit Brief­zi­ta­ten und Hand­lun­gen belegt — oder wider­legt, wie Part­ner­schaft, Patrio­tis­mus, Hal­tung zum Juden­tum, Reform­ver­su­che, Kar­riere, Indi­vi­dua­li­tät und Unter­ta­nen­geist. Sie zeigt das Chan­gie­ren der bei­den zwi­schen indi­vi­du­el­lem Sein und öffent­lich her­ge­zeig­tem Schein”

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17 Sep

Nach­dem Ende Juni in der NZZ eine sehr lapi­dare Bespre­chung erschie­nen ist, die den Ver­dacht weckte, der Autor hätte das Buch nur vorn und hin­ten kurz auf­ge­blät­tert, bekomme ich heute die Bespre­chung von Man­fred Koch in der NZZ am Sonn­tag vom 30. August.

“Es ist schade, dass Rosen­strauch um der mög­lichst voll­stän­di­gen Dar­stel­lung aller Lebens­sta­tio­nen und Begeg­nun­gen wil­len […] Hum­boldt Sprach­phi­lo­so­phie nicht aus­führ­li­cher behan­delt. Die Vor­aus­set­zun­gen dafür, sie bes­ser von der Bio­gra­fie her ver­ste­hen zu kön­nen, hat sie jeden­falls geschaffen.”

Rezension von Ingrid Mylo Glanz und Elend, eine Literturzeitschrift im Netz

15 Sep

Ingrid Mylo, Glanz und Elend

http://www.glanzundelend.de/Archiv/druckstellen.htm

Hazel Rosen­strauch: Wahl­ver­wandt und eben­bür­tig.
Caro­line und Wil­helm von Hum­boldt.
Frank­furt. Eich­born (Die Andere Biblio­thek) 2009. 335 S. EUR 30,00

Ver­stel­lung, Tücke, Arg­wohn, Betrug”: Wil­helm von Hum­boldt hatte eine hüb­sche Mei­nung von sich. Oder wollte, daß andere sie haben. Wenn einer sich selbst der Täu­schung bezich­tigt: wie schwer muß es da sein, hin­ter dem Spek­ta­kel aus Ablen­kungs­ma­nö­vern und fal­schen Fähr­ten die echte Per­son zu erken­nen. Wel­che sei­ner Aus­sa­gen ist wahr, wel­che Selbst­in­sze­nie­rung? Was ist zudem, seit sei­nem Tod, an Mythen­bil­dung betrie­ben wor­den, wie viele Zerr­bil­der, wie viele Unter­schla­gun­gen haben Hum­boldt am Zeug geflickt? Aus einem Dickicht von Auf­zeich­nun­gen, Berich­ten, Stel­lung­nah­men und Spe­ku­la­tio­nen hat Hazel Rosen­strauch mit unend­li­cher Sorg­falt das Sinn­fäl­lige geklaubt, das Stim­mige und das Wider­sprüch­li­che, und es so erhel­lend zuein­an­der in Bezie­hung gesetzt, daß wir uns nicht nur eine Vor­stel­lung von Wil­helm von Hum­boldt machen kön­nen, son­dern auch — zum ers­ten­mal — von sei­ner Frau Caro­line, von ihrer Ehe, von der Zeit, in der sie gelebt und gewirkt haben.
Auf den letz­ten Zei­len, wie eine Signa­tur der Künst­le­rin die­ses umfas­sen­den Werks (in dem selbst dem Bedeu­tungs­wan­del von Wor­ten Rech­nung getra­gen wird und so schöné Aus­drü­cke wie ‘Ehr­pus­se­lig­keit’ fal­len), “blüht ein Rosen­strauch” auf dem Fried­hof in Rom, wo zwei Grä­ber der Fami­lie Hum­boldt zu fin­den sind.