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Grenzen der Hirnforschung

27 Dec

Das lange Wochen­ende nach Weih­nach­ten habe ich u.a. genutzt, um Zei­tungs­berge abzu­ar­bei­ten. Da stiess ich in der dicken ZEIT auf das umfang­rei­che Dos­sier: “Wie kommt das Gute in die Welt?” Aus­führ­lich wird gefragt, wieso sich Leute nicht so ego­is­tisch ver­hal­ten, wie es die For­scher der letz­ten Jahr­zehnte pro­pa­giert haben. Sieh mal an, es gibt also eine altru­is­ti­sche Hirn­re­gion. Die Wis­sen­schaft­ler sind um die ganze Welt gereist, um Bei­spiele für altru­is­ti­sches Ver­hal­ten zu fin­den. Mir haben die his­to­ri­schen Bei­spiele gefehlt. Zum Bei­spiel sind Tau­sende Frei­wil­lige aus unter­schied­li­chen Län­dern vor 80 Jah­ren nach Spa­nien gegan­gen, um die Repu­blik im Kampf gegen Franco zu unter­stüt­zen. Sie haben nicht auf ihre Vor­teile geach­tet und haben ihr Leben für andere ris­kiert. Wahr­schein­lich wis­sen das die natur­wis­sen­schaft­lich aus­ge­bil­de­ten Jour­na­lis­ten nicht und aus­ser­dem passt es nicht in den aktu­el­len Bio­lo­gis­mus, wo alles mit durch­leuch­te­ten Hirn­re­gio­nen erklärt wird. Die Erin­ne­rung an die Spa­ni­en­kämp­fer ist schwer belas­tet,  die meis­ten waren — igitt — Kom­mu­nis­ten. Aber sie woll­ten das Gute und haben sich — ohne auf ihren Vor­teil zu ach­ten — für andere enga­giert. Und wie ist das mit dem lebens­ge­fähr­li­chen Engag­ment der demons­trie­ren­den Ira­ner — ob sich das dem­nächst auch bio­me­di­zi­nisch  erklä­ren läßt?