Zukunft der Erinnerung

Am Montag, 29. April um 19 Uhr halte ich in Kasssel im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit in Kooperation mit der Volkshochschule Kassel einen Vortrag  zum Thema:

Gedenken, Erinnern, Vergessen – Überprüfen, Sortieren, Erneuern

"Es ist kein Geheimnis, dass sich das Gedenken leicht in sinnentleerte Rituale verwandelt. Der Unmut junger oder auch nicht so junger Leute unterschiedlicher Herkunft, die oft bis zum Überdruss mit Nazi-Geschichten gefüttert wurden, ist verständlich. Pathos, Rituale und der Appell an Schuldgefühle provozieren tendenziell Abwehr. Bevor neue Entwürfe auf Fahnen geschrieben und Mahnmale erneuert werden, lohnt sich eine Zwischenbilanz.
Was bisher geschah, was (mir) fehlt, warum der Holocaust kein jüdisches, sondern ein deutsches und leider ein exemplarisches Problem ist! Gedenken ist kollektiv, Erinnern aber etwas Persönliches.
Ich habe kein fertiges Modell, aber ein paar Wünsche und Vorschläge. Im Rahmen der Veranstaltung denke ich über Motive, Interessen und Umstände nach, die zu Mord und Totschlag als Norm führen, und frage, welches Wissen, welche Erfahrungen und Erinnerungen im 21. Jahrhundert angemessen wären oder gar resistent machen könnten – hier und anderswo." ࡯
 
Ort: Saal der Volkshochschule Region Kassel, Wilhelmshöher Allee 21
Vortragsreihe: Erinnerungskulturen im Wandel
Eintrittspreis: 4 Euro

                   

Date: 

29.04.2013 - 19:00

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