Kopf hoch, der Henker ist da!

Betrifft: Geburtsanzeige

Karl Huß, der empfindsame Henker. Eine böhmische Miniatur“ ist erschienen.

Huß war nicht wirklich Henker, sondern Scharfrichter, lebte von 1761 – 1836 erst in Brix, dann in Eger (Cheb) und zuletzt in Königswart (Kynžvart). Er hat geköpft und geheilt, hat Steine, Münzen und Waffen gesammelt, eine Chronik der Stadt Eger, seine Autobiographie und eine Schrift gegen den Aberglauben verfasst. Am Ende seines Lebens wurde er „ehrlich“ gemacht und starb als Kustos der Metternichschen Sammlungen.

Der Essay erzählt von Stigmatisierung und Feingefühl, vom aufgeklärtem Absolutismus und Abschaffung der Todesstrafe (die den Scharfrichter arbeitslos machte), von Patriotismen, böhmischen Gespenstern und allerlei sozialen wie emotionalen Umordnungen. Als wichtige Nebenfiguren treten Goethe und der österreichische Staatskanzler Fürst Metternich, aber auch Joseph von Sonnenfels, Carl Ludwig Sand, Kaiser, Könige und Intellektuelle auf.

Das Buch ist bei Matthes & Seitz erschienen, hat 175 Seiten, zahlreiche Abbildungen und kostet € 19.90, spätestens nächste Woche sollte es das Licht der Buchhandlungen erblicken.

Hier nochmal die Übersicht über Lesungen bzw. Buchvorstellungen:

Buchvorstellung am 2. Oktober um 19.30 in der österreichischen Botschaft Berlin. Anmeldung ist unbedingt erforderlich, entweder online unter www.kulturforumberlin.at/anmeldung (möglich ab 1. September) oder 030 20287 114. Ausweis bitte mitführen.“

Bei der Frankfurter Buchmesse am Donnerstag, 11. Oktober um 10 Uhr auf der „Leseinsel“ (Halle 4.1.D 126)

Freitag, 26. Oktober um 20 Uhr im Buchladen Bayerischer Platz, 10825 Berlin, Grunewaldstrasse 59

In Wien findet am 20. 11. ein Gespräch über Huß und anderes in der Buchhandlung Orlando statt, A 1090, Liechtensteinstrasse 17

Date: 

02.10.2012 - 19:30

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